Primärer Kompetenzbereich: Operations (Workflow-Optimierung)
Sekundäre Bezüge: Produktion
Fragestellungen
- In welchen Prozessen, von der Angebots- bis zur Auslieferung, haben wir die längsten Durchlaufzeiten und wo liegen die Hauptursachen für diese Verzögerungen?
- Wie können wir durch die Anwendung von Lean-Prinzipien und die Eliminierung von nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten unsere Prozesse signifikant beschleunigen?
- Welche Rolle kann die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen spielen, um unsere Reaktions- und Liefergeschwindigkeit zu erhöhen?
Arbeitsanweisung
- Ziel:** Verkürzung der Durchlaufzeiten in den Kernprozessen zur Steigerung der Agilität und der Kundenzufriedenheit.
- Vorgehen:**
- Wertstromanalyse: Analyse der kompletten Wertschöpfungskette zur Identifizierung von Zeitfressern und Engpässen.
- Prozess-Redesign: Neugestaltung der Prozesse mit dem Fokus auf Fluss, Takt und Pull-Prinzipien.
- Quick Wins: Identifizierung und schnelle Umsetzung von Maßnahmen mit hohem Beschleunigungspotenzial.
- Digitalisierung: Automatisierung von manuellen und zeitintensiven Prozessschritten.
- Performance-Messung: Etablierung von Durchlaufzeit als zentrale Kennzahl zur Steuerung der Prozesse.
Nutzen
- Steigerung der Kundenzufriedenheit durch schnellere Lieferung.
- Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit durch agilere Prozesse.
- Reduzierung von Lagerbeständen und damit verbundenen Kosten.
- Verbesserung des Cash-Flows durch schnellere Rechnungsstellung.
- Früheres Erkennen von Problemen im Produktionsprozess.
Vorteile
- Kürzere Time-to-Market für neue Produkte und Dienstleistungen.
- Höhere Flexibilität bei der Reaktion auf Kundenwünsche und Marktveränderungen.
- Gesteigerte Mitarbeitermotivation durch reibungslosere Abläufe.
- Verbesserte Planbarkeit und Prognosegenauigkeit.
- Stärkung des Unternehmensimages als schneller und zuverlässiger Partner.
FAQ
- Was ist der Unterschied zwischen Durchlaufzeit und Bearbeitungszeit?** Die Durchlaufzeit umfasst die gesamte Zeit von der Bestellung bis zur Auslieferung, während die Bearbeitungszeit nur die reine Zeit der Wertschöpfung am Produkt oder der Dienstleistung misst.
- Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei der Prozessbeschleunigung?** Die Mitarbeiter sind entscheidend, da sie die Prozesse am besten kennen und wertvolle Hinweise zur Optimierung geben können. Ihre Einbindung und Schulung sind daher essenziell.
- Ist die Einführung von Lean-Prinzipien mit hohen Investitionen verbunden?** Nicht zwangsläufig. Viele Lean-Methoden zielen auf die Beseitigung von Verschwendung und die Verbesserung von Abläufen ab, was oft mit geringen oder keinen Investitionen umsetzbar ist.
- Wie kann die Digitalisierung konkret zur Beschleunigung beitragen?** Durch die Automatisierung von manuellen, repetitiven Aufgaben, die digitale Vernetzung von Prozessschritten und die Bereitstellung von Echtzeit-Daten für schnellere Entscheidungen.
- Wie messen wir den Erfolg unserer Bemühungen zur Prozessbeschleunigung?** Anhand von klaren Kennzahlen wie der Durchlaufzeit, der Termintreue, der Anzahl der Prozessschritte und der Kundenzufriedenheit.